Projekt

EINFÜHRUNG:

Die aktuell mögliche Datenerfassung von Produktionsanlagen befähigt Unternehmen, detaillierte Informationen über ihre Prozesse und Produkte zu sammeln. Diese Daten werden anschließend für eine Optimierung der firmeninternen Produktion verwendet. Der nächste Schritt ist die Nutzung der Informationen über Firmengrenzen hinweg. Es entsteht ein zusammenhängendes Wertschöpfungsnetz, in dem kooperierende Firmen Informationen austauschen. Hierdurch kann ein Mehrwert für jeden beteiligten Partner erzeugt werden. Es entsteht einerseits die Möglichkeit, neue Geschäftsmodelle zu etablieren. Andererseits ergeben sich jedoch geänderte Anforderungen an die zu teilenden Informationen.

ZIEL:

KOSMoS hat sich zum Ziel gesetzt, eine Plattform zur firmenübergreifenden Vernetzung von Produktions- und Prozessdaten zu entwickeln. In die Plattform sollen neue Angebote und Geschäftsmodelle integriert werden können. Beispiele hierfür sind transparente Wartungskonzepte, dynamisches Leasing und ein einfacher Qualitätsnachweis von ausgelieferten Produkten. Durch diese Geschäftsmodelle sollen alle zusammenarbeitenden Firmen einen Vorteil erlangen. Dieser kann sich beispielsweise durch günstigere Preise, geringeren Wartungsaufwand oder einfacheren Produktvertrieb bemerkbar machen. Zusammengefasst soll die Zusammenarbeit von mehreren Firmen erleichtert werden.

METHODIK:

Um Daten sinnvoll über Firmengrenzen hinweg teilen zu können, müssen einige Anforderungen erfüllt sein. Neben der sicheren Übertragung der Daten muss nachweisbar dargelegt werden können, dass die übermittelten Informationen auch korrekt sind. Hierfür wird in KOSMoS die „Blockchain“-Technologie genutzt. Eine Blockchain ist ein Datenspeicher, der nicht nur von einer Firma verwaltet wird, sondern gleichzeitig bei allen Geschäftspartnern vorliegt. Durch eine Verkettung der Datensätze (daher der Name Blockchain) ist eine nachträgliche Manipulation der Daten nicht möglich. Um die Daten sicher und unverändert in diese Datenbank zu bekommen, wird ein vorhandenes System zur Datenerfassung und -übermittlung an Cloud-Systeme weiterentwickelt. Es werden zusätzliche Kommunikations-mechanismen entwickelt, die speziell für die Kommunikation mit einer Blockchain benötigt werden. Die Verarbeitung der gespeicherten Daten übernehmen anschließend digitale, selbstständig arbeitende Verträge (sog. Smart Contracts). Diese treffen Entscheidungen basierend auf erfassten Informationen. Beispielsweise kann ein Leasingpreis zu Gunsten des Maschinenbedieners angepasst werden, wenn dieser schonend mit der Maschine fertigt. Zur Evaluation der Plattform werden abschließend die drei genannten Anwendungsfälle realisiert.

GEPLANTE ERGEBNISSE:

Es entsteht ein wiederverwendbares System, mit dessen Hilfe vor allem KMU Geschäftsmodelle innerhalb ihrer Partnerfirmen realisieren können. Die Plattform wird nicht nur in der fertigenden Industrie einsetzbar sein, sondern sich auf weitere Branchen übertragen lassen. Um dies zu gewährleisten, soll ein erweiterbares und dokumentiertes Framework zur Erstellung eigener Lösungen entstehen.